Archiv der Kategorie 'Provinz'

die arschgeigen…

…nürnbergs werden sich morgen wohl tagsüber treffen. rechte nazis, linke nazis, zwischen nazis bullen nazis. aber die linken sind lieb und aus präventivgehorsam(!? oder ist es doch ein verkehrter maszeansatz) werden sogar bei indyfadamedia die gesichter der USK-ler* unkenntlich gemacht. sehr gut, weiter so. das war übrigens ne spontandemo heute abend in Fü.

man beachte die für Fü/nbg revolutionären seitentransparente. das ich sowas zu lebzeiten noch sehen darf – ihr seid die coolesten… wie ich neulich in berlin nachts um 5 (oder so?!) mich noch erfreute – in der provinz politik zu machen ist so schön easy. man braucht nix tun, und wenn man wider erwarten was lächerliches schafft, dann ist man_Innen der king_Innen.

jedoch in zukunft verschont mich mit demos in meinem block. diese hab ich aufgrund beszerer gründe nicht mitbekommen, bei der letzten wurde allerdings mein mittags(schönheits-)schlaf gestört!

jahrestag babi yar

das massaker von babi yar jährt sich morgen zum 65.ten mal.
bericht von heute aus der haaretz.

buchtip meinerseits:

amazon führt das buch leider nicht mehr, daher die bibliografischen angaben:

kohl, paul (1995);der krieg der deutschen wehrmacht und der polizei 1941-1944 – sowjetische überlebende berichten; geschichte fischer tb; frankfurt am main; isbn: 3-596-12306-2

„Von jetzt an ist das Wort ‚Deutscher‘ für uns der schlimmste Fluch. Von jetzt an läßt das Wort ‚Deutscher‘ das Gewehr von alleine losgehen.“ (ilja ehrenburg)

san des die bullen?

im halbschlaf UND in bayern ist es keine beleidigung, wenn man bullen als „bullen“ bezeichnet. sehr gut!

glaubt ihr nicht?

danke an Hase für den hinweis.

nbg friedensdemo

die nürnberger autonomen sind auch nicht mehr, was sie mal waren: vergeblich habe ich noch 2 tage mit der berichterstattung über samstag gewartet, in der hoffnung auf einen indymedia artikel der linken gesichter und ihre darstellung des nachmittags. normalerweise schafft nbg es, diesen max. 2h nach der veranstaltung reinzustellen. wie dem auch sei.


in nürnberg war am samstag also auch eine friedensdemo (siehe zeitungsartikel). nach einer relativ kurzen nacht aufgrund eines umsonstkonzerts von mediengruppe telekommander hiesz es am samstag früh raus, um 14h lorenzkirche sollte es losgehen. was den zeitungsartikel angeht – die grösze der demo ist nicht gelogen, ungefähr 200+ bekloppte waren anwesend, davon ungefähr 140 migranten und der rest dt. linke. auffällig selten gestreut war die black block fraktion. schon während dem ersten schaulauf ist man aufgefallen, man kennt sich halt noch. leider. die redebeiträge waren unter aller kanone, sowohl der kokolores von den migrantengruppen, als auch der linksradikale(?!) beitrag. zur illustration mal wahllos ein paar fetzen:

kindermörder israel […] solidarität mit dem legitimen widerstand im libanon, in palästina und im irak […] antisemitismus ist rassismus und schlecht, aber wir üben kritik an der israelischen politik und erklären unsere solidarität mit dem rechtmässigem widerstand der arabischen volksmassen. […] für ein ende der besatzung von palästina.

naja, die szene hat mal wieder bewiesen, dasz man am besten ganz gostenhof zum „museum für linke irrungen & wirrungen“ erklären sollte. auf jedenfall gings dann irgendwann los, die demo sollte von der lorenzkirche über den weiszen turm, plärrer, hauptbahnhof zurück zur lo. mittags unter lautem „kindermörder israel, frauenmörder israel“ geplärre. am weiszen turm gab es dann die im zeitungsartikel erwähnte aktion.

und es versteht sich natürlich von selbst, das ja nur juden für israel und gegen antisemiten auf die strasze gehen würden, oder? zumindest in der kleinen deutschen welt von nn-schreiberling „woh“ ist es vollkommen undenkbar, dasz auch gojim dies tun könnten. und jene „juden“ sind dann von ~20-30 leuten aus der demo heraus angegriffen worden, handfest beteiligt waren auch mind. 2 ordnerinnen der friedendemo. insgesamt ein für die angreifer jedoch erfolgloses gerangel, an dieser stelle ein ernstgemeintes „DANKE“ an das bayrische USK. der grund für die von „den“ nürnbergern nicht-veröffentlichten bilder könnte evtl. eben in der dokumentation dieses relativ häszlichen und unsportlichen angriffs bestehen. whatever, vielleicht ja nur wieder a3 fahndungsplakate in der schwarzen katze.

edit: fotos sind bei leo

und hier ist noch ein bericht über die kundgebung in würzburg

missachtung und tabu

günther grass war in der waffen-ss. soviel hab ich gerade noch im aushang der bildzeitung und bei sp-on gelesen. vielleicht mal zeit, endlich „missachtung und tabu“ von klaus briegleb zu lesen.

hier noch die rezension von h-soz kult

leo hat noch fotos von der kundgebung in erlangen gemacht, könnt ihr mal angucken.