wochenends-new:

NOTIZ AN ALLE: VORGEBLICHE EINDRÜCKE, AUSLASZUNGEN ODER MUTMASZUNGEN ÜBER PRIVATPERSONEN IN DER DISKUSZION WERDEN SOFORT WIEDER GELÖSCHT. HALTET EUCH DRAN ODER ICH SEH MICH ERSTMAL GEZWUNGEN DIE COMMENTS ALLE AUF MODERIERT ZU STELLEN. DANKE.
-----
Freitag, 30.3.2007,19.30 Uhr
K4 im Künstlerhaus (Kopfbau, 2. Stock),
Königstr. 93, 90402 Nürnberg

Nicht nur linke Schwule stehen der Kritischen Theorie mehr als kritisch gegenüber. Eigentlich überraschend, ist doch das Denken Horkheimers, Adornos und Marcuses auf individuelle Emanzipation gerichtet – nicht zuletzt lieferte die Kritische Theorie das Material zur fundamentalen Kritik der bürgerlichen Kleinfamilie als Repressionszusammenhang. Dennoch ist der Gegenstand des Mißtrauens eben jener, der diese Kritik erst möglich machte: die Freudsche Psychoanalyse. Aus der Ablehnung der Psychoanalyse wurde der Vorwurf, die Kritische Theorie sei homosexuellenfeindlich und betreibe die Gleichsetzung von Homosexualität und Faschismus. Im Vortrag wird es nicht darum gehen, diese Anwürfe zu widerlegen; vielmehr geht es um die Rekonstruktion des Gedankenganges der Kritischen Theorie zum Zusammenhang von Sexualität, Faschismus und (Männer-)Herrschaft und seiner Aktualität. Denn der Gegensatz zwischen staatlicher Schwulenverfolgung und gesellschaftlicher Ächtung von Homosexuellen in allen islamischen Staaten und Migranten-Communities auf der einen und die durch die Geschlechterapartheid produzierte Zwangshomosexualität auf der anderen Seite ist nicht zu leugnen.

mit & von Tjark Kunstreich

samstag, 31.03.2007
egotronic und amen 81 in sulzbach rosenberg


47 Antworten auf „wochenends-new:“


  1. 1 perry 30. März 2007 um 0:22 Uhr

    findst du’s lustig, so einen homophoben dreck zu posten?

  2. 2 jochmet 30. März 2007 um 0:28 Uhr

    Erst die Sexbombenlegerkommunenazis und nun die Freudhomoproundconteapolitpenner.
    Dirtyblogging! ;-)

  3. 3 dara 30. März 2007 um 7:08 Uhr

    Was soll daran homophob und rassistisch sein?

  4. 4 leo 30. März 2007 um 16:58 Uhr

    [quote comment=“4460″]findst du’s lustig, so einen homophoben dreck zu posten?[/quote]

    wenn man keine ahnung hat, einfach mal die schnauze halten…

  5. 5 jules 30. März 2007 um 19:14 Uhr

    [quote comment=“4465″]wenn man keine ahnung hat, einfach mal die schnauze halten…[/quote]
    Das nenne ich eine orthodoxe Auslegung der Lehren des Harry Frankfurt.

  6. 6 perry 30. März 2007 um 21:49 Uhr

    lol, ich hab keine ahnung von dem thema? das ist ja lustig! :D

    Ich würde mal sagen, wenn hier keiner Ahnung vom Thema hat, dann sind es Herr Kunstreich und du.

  7. 7 perry 30. März 2007 um 22:46 Uhr

    jules, reichlich dreist, mir mit Harry Frankfurt zu kommen. willst du etwa meine 120-seitige diplomarbeit zum thema lesen? oder wie kommst du auf die idee, dass alle so wie du unterwegs wären und sich zu sachen äußerten, bei denen sie sich partout nicht auskennen?

  8. 8 spange 30. März 2007 um 22:49 Uhr

    perry: wer ist eigentlich „du“? scheinbar ja jules, aber ich hoffe doch, du pöbelst mich auch noch ein biszchen an! und vom prinzip her wäre ich an deiner arbeit interesziert. weiszt schon, bildung und so, richtisch geil.

  9. 9 perry 30. März 2007 um 23:02 Uhr

    nein, das „du“ war leo, sonst hätte ich nicht einen zweiten kommentar hinterlassen, der sich an jules richtete.

  10. 10 perry 30. März 2007 um 23:04 Uhr

    [quote comment=“4469″]und vom prinzip her wäre ich an deiner arbeit interesziert.[/quote]

    kannste gerne haben. musst mir nur eine email schicken.

  11. 11 kubrick 31. März 2007 um 1:05 Uhr

    Den ersten Teil deiner Wochendendplanung hast du wohl ausfallen lassen…

  12. 12 jules 31. März 2007 um 10:51 Uhr

    [quote comment=“4468″]jules, reichlich dreist, mir mit Harry Frankfurt zu kommen. willst du etwa meine 120-seitige diplomarbeit zum thema lesen? oder wie kommst du auf die idee, dass alle so wie du unterwegs wären und sich zu sachen äußerten, bei denen sie sich partout nicht auskennen?[/quote]
    perry, bevor Du mir weiter erzählst, wie „dreist“ ich „unterwegs“ bin – wo komme ich Dir denn mit Frankfurt? Wenn ich feststelle, dass Leo die Lehren von Frankfurt orthodox auslegt, richtet sich das erstens, Du wirst es kaum glauben, an Leo, und zweitens impliziert das noch nicht mal, dass Du Dich mit dem Thema nicht auskennst, weil ich bei der Aussage nur von Leos Perspektive auf Deine Kompetenz zum Thema ausgehen muss.

    Ich bitte um Klärung, ansonsten finde ich es erstmal ziemlich lächerlich, hier sofort hysterisch seine 120-seitige Diplomarbeit aus dem Hosenschlitz hängen zu lassen.

  13. 13 dom 31. März 2007 um 13:09 Uhr

    wers nötig hat mit seitenzahlen und berufsqualifikation zu prollen, kanns ja wohl nicht drauf haben.

  14. 14 kris 31. März 2007 um 13:46 Uhr

    @ perry: selbst aus dem eher kurzen ankündigungetext sollte beim aufmerksamen lesen deutlich werden, dass es um eine kritik der homophobie geht!!! deshalb wunder ich mich ein wenig über deine ausfälligkeiten.
    „…join the homosexual intifada…“
    gruß
    kris

  15. 15 perry 31. März 2007 um 16:05 Uhr

    Wo steht da was, dass es gegen Homophobie geht? Es geht gegen „Zwangshomosexualität“ — was immer das auch sei, denn wissenschaftlich existiert dieser Begriff überhaupt nicht. Ein Blick auf Google Scholar genügt, um das festzustellen. Es handelt sich um den Versuch, den von Adrienne Rich geprägten Begriff der „Zwangsheterosexualität“ zu enteignen, dem Inhalt nach umzukehren und zur Denunziation gleichgeschlechtlicher Intimität zu verwenden. Was daran „antihomophob“ sein soll, wirst du mir sicher noch erklären können …

    Den rassistischen Gehalt stellst du ja offenbar selber gar nicht mehr in Frage. Die pauschale Attacke gegen „alle Migranten-Communities“ ist in seiner völkisch-deutschen Intention ja dann wohl doch zu offensichtlich.

  16. 16 Georg 31. März 2007 um 18:39 Uhr

    Also Perry, kann es sein, dass du ein wenig schnell gelesen hast oder war es der übliche Gedankengang Kunstreich -> Bahamas-Autor -> Bahamas -> scheiße -> dagegen?
    Was an dem Text homophob sein soll erschließt sich wohl auch trotz oder wegen deiner Begründung noch niemandem. Kunstreichs These scheint in die Richtung zu gehen, dass durch die strikte Geschlechter-Trennung außereheliche sexuelle Erfahrungen(explizite oder implizite) nur mit dem gleichen Geschlecht möglich sind, wärend umso erbitterter Homosexualität verdammt wird. Unabhängig davon, ob diese These denn stimmt sehe ich nicht, was daran irgendwie homophob sein soll.

    Aus „in allen islamischen Staaten und Migranten-Communities“ machst du „Die pauschale Attacke gegen “alle Migranten-Communities”“.
    Das steht da aber nicht!
    Tja, was lernen wir? Außer dass eine Universität vieleicht der falsche Ort für einen ist, wenn dort auch Menschen ihre 120 seitige Diplomarbeit schreiben dürfen für die die UN Millionen in Alphabetisierungskampagnen ausgibt? Vieleicht nur, dass immer dann, wenn man eine Veranstaltungsankündigung liest und dann auch unbedingt dorthin will, diese nicht in Berlin, sondern in Nürnberg(beliebiges Kaff einsetzen) stattfindet.

  17. 17 perry 31. März 2007 um 21:40 Uhr

    Kunstreichs These scheint in die Richtung zu gehen, dass durch die strikte Geschlechter-Trennung außereheliche sexuelle Erfahrungen(explizite oder implizite) nur mit dem gleichen Geschlecht möglich sind, wärend umso erbitterter Homosexualität verdammt wird. Unabhängig davon, ob diese These denn stimmt sehe ich nicht, was daran irgendwie homophob sein soll.

    Dazu mal ein paar Fragen bzw. kritische Anmerkungen:

    1. Gesetzt den Fall, homosexuelle Erfahrungen seien leichter zu erreichen als heterosexuelle, was hat das mit „Zwangshomosexualität“ zu tun? Masturbation ist auch einfacher zu haben als Koitus mit einer anderen Person. Seid ihr deshalb alle Zwangsmasturbateure?

    2. Hingegen bezieht sich der von Adrienne Rich geprägte Begriff der „Zwangsheterosexualität“ darauf, dass Frauen und Männer ganz real zur Ehe gezwungen werden. In dieser Hinsicht sind natürlich auch die meisten islamischen Länder „zwangsheterosexuell“ und nicht etwa „zwangshomosexuell“. Außerdem bezieht sich der Begriff auf den für die Moderne charakteristischen Umstand, dass wer seine Zärtlichkeit nicht auf das andere, sondern auf das eigene Geschlecht richtet, damit rechnen muss, als „anormal“ abgestempelt zu werden. Auch hier gibt es kein Analogon, das die Rede von einer „Zwangshomosexualität“ rechtfertigen würde. Der aus der angelsächsischen Sexualwissenschaft übernommene Begriff der „sexuellen Devianz“ bzw. „sex deviance“ (schudhudh dschinsi) funktioniert auch im Arabischen als Synonym für „Homosexualität“ und nicht für „Heterosexualität“.

    Das zeigt, was für ein Schwachsinn es ist, von „Zwangshomosexualität“ in islamischen Ländern zu reden, selbst dann, wenn homosexuelle Kontakte aufgrund äußerer Umständen wie der Geschlechtertrennung (die ja auch für das orthodox-jüdische Milieu charakteristisch ist) im Einzelnen leichter zu realisieren sein sollten als heterosexuelle.

    3. Ebenso merkwürdig erscheint es, wenn du schreibst, dass homosexuelle Kontakte „umso erbitterter“ verdammt würden, als sie leichter zu realisieren seien. Wo ist der Zusammenhang? Historisch gibt es diesen Zusammenhang nicht. Die Verdammung von Analverkehr, und in neuerer Zeit: von „Homosexualität“, entstammt eigenen Quellen und hat nichts mit der Fazilität solcher Kontakte zu tun. In vielen islamischen Rechtsschulen gilt Analverkehr zwischen Männern beispielsweise als eine Unterform von außerehelichem Geschlechtsverkehr, ist mithin aus denselben Gründen strafbar, aus denen auch der Vaginalverkehr mit einer fremden Frau strafbar ist. Es ist also das gleiche Verbot, das auch der sexuellen Trennung der Geschlechter zugrunde liegt. Dagegen versucht Herr Kunstreich, beides gegeneinander auszuspielen, so als sei das Verbot außerehelichen Geschlechtsverkehrs mit Frauen eine Lizenz für den außerehelichen Geschlechtsverkehr mit Männern (und umgekehrt). Was für ein Quatsch!

    4. Herr Kunstreich scheint irgendwie davon auszugehen, dass Sex zwischen Männern „widernatürlich“ sei, denn wie sonst kommt er zu der Auffassung, dass, wenn muslimische Männer Sex miteinander haben, dies nur unter Zwang geschehen könne oder, milder ausgedrückt, es bloß eine „kompensatorische“ Handlung für den „wirklichen“ Sex — den Sex zwischen Mann und Frau — wäre. Wie erklärt er sich dann eigentlich den riesigen Corpus gleichgeschlechtlicher Liebesdichtung in der arabischen Literatur? Sind solche Gedichte ebenfalls nur Ausdruck eines „Zwangs“? Haben sich die Autoren dieser Gedichte etwa unter Zwang verliebt? Und von wem wurden sie dazu gezwungen?

    Summa summarum: Es bleibt dabei, dass Herr Kunstreich ein kritisches Konzept der gay & lesbian studies (das Konzept der Zwangsheterosexualität) enteignet und zur Denunziation von „Homosexualität“ verwendet. Dazu passt auch seine Berufung auf Horkheimer und Adorno, die den Nazis in der Dialektik der Aufklärung vorwarfen, „homosexuell und paranoisch“ zu sein. Oder eben auch die explizite Verknüpfung von Homosexualität mit „Faschismus und (Männer-)Herrschaft“ — ein klarer Versuch, die Thesen des fanatischen Homosexuellenhassers Wilhelm Reich wiederauferstehen zu lassen. Und hier sind wir dann schlussendlich beim Thema Homophobie: nicht nur wird ein kritisches Konzept der Lesben- und Schwulenbegung enteignet und ins Gegenteil verkehrt. Darüber hinaus wird Homosexualität auch als wesensgleich mit Faschismus dargestellt. Dies hat in der Linken allerdings eine lange Tradition. Ich empfehle hierzu nur den spannenden Aufsatz von Alexander Zinn, „‚Die Bewegung der Homosexuellen‘ : Die soziale Konstruktion des homosexuellen Nationalsozialisten im antifaschistischen Exil“, in: Detlef Grumbach (Hrsg.), Die Linke und das Laster : Schwule Emanzipation und linke Vorurteile. MännerschwarmSkript : Hamburg, 1995.

  18. 18 perry 31. März 2007 um 22:15 Uhr

    Das zweifelhafte wissenschaftliche Verdienst des linken Sexualtheoretikers Wilhelm Reich ist es, in den Endjahren der Weimarer Republik eine Verbindung von Homosexualität und Faschismus nachhaltig in die Sexualtheorie und die Faschismusanalyse eingebracht zu haben. Als die Nazis 1933 die Kommunisten für den Reichstagsbrand verantwortlich machten, reagierte deren Exil-Presse mit der Behauptung, der Brandstifter Marinus van der Lubbe sei ein „Lustknabe“ des SA-Führers Ernst Röhm gewesen. Röhm war 1931 von sozialdemokratischen Blättern als homosexuell denunziert worden. Nach der Ermordung Röhms 1934 bezeichnete die Exilpresse weitere führende NSDAP-Mitglieder, darunter auch und gerade Adolf Hitler, – fälschlich – als homosexuell. Vermeintliche Partner und Augenzeugen wurden als sichere Quellen genannt und zitiert. Nicht nur der US-amerikanische Geheimdienst versuchte zu ergründen, ob an den Gerüchten über Hitlers Homosexualität etwas Wahres sei, sondern das Stereotyp wurde auch durch die Kriegspropaganda der USA verbreitet.

    Die Theorie vom grundlegenden Zusammenhang von Faschismus und Homosexualität und die vermeintlichen Belege der Homosexualität führender Nazis wurden immer wieder aufgegriffen, abgeschrieben, damit tradiert und verstärkt. Die Theorie der Nähe von Homosexualität und Faschismus fand Eingang in die Studien der „Kritischen Theorie“ der Frankfurter Schule. Erich Fromm, Theodor W. Adorno und Max Horkheimer verstärkten sie in ihrer Theorie vom „autoritären Charakter“, das „Homosexuelle“ wurde zur Verkörperung des „Pathologischen“. Das Stereotyp wurde von Teilen der Studierendenbewegung Ende der 60er Jahre übernommen und bildete auch die Grundlage für die Männerbund-Analysen von Nicolaus Sombart und Klaus Theweleit, die von den 80er Jahren bis Mitte der 90er Jahre entsprechende Forschungen und Theoriebildungen maßgeblich prägten. Der Psychologe Manfred Koch-Hillebrecht und der Historiker Lothar Machtan bedienten sich in jüngster Zeit wieder an den vermeintlichen Primärquellen, um eine angebliche Homosexualität Hitlers belegen zu können. Während Koch-Hillebrechts Veröffentlichung zu Recht kaum Beachtung fand, wurde Machtans Buch national und international trotz aller vernichtenden Kritik breit wahrgenommen.

    Stefan Micheler: Das Stereotyp des homosexuellen Nazis

  19. 19 perry 31. März 2007 um 23:14 Uhr

    Natürlich erwähnt Herr Kunstreich auch nicht die Gründe, warum sexuelle Handlungen zwischen Männern in westlichen Gesellschaften so selten geworden sind, warum zum Beispiel die Zahl der 16- bis 18-jährigen Jugendlichen, welche angaben, gleichgeschlechtliche sexuelle Erfahrungen gemacht zu haben, zwischen 1969 und 1989 von 18 auf zwei Prozent gefallen ist. Denn dann müsste er sich ja mit den Strukturen der Homophobie in westlichen Gesellschaften auseinandersetzen — etwas, das für ihn gar nicht zu existieren scheint. Ihn dünkt es offenbar völlig normal, dass in der BRD nur zwei Prozent der männlichen Jugendlichen Sex miteinander haben. Das ist die Norm, an der er „die arabische Welt“ misst. Und wenn er schließlich feststellt, dass dort sehr viel mehr junge Leute in gleichgeschlechtliche Sexualhandlungen involviert sind, dann ist das für ihn eine pathologische Tatsache und nicht etwa ein Grund, die heteronormativen Verhältnisse, in denen er selbst lebt, kritisch zu hinterfragen! Machtverhältnisse werden, mit einem Wort, nur am Anderen wahrgenommen, aber nicht zugleich an sich selbst.

    gelöscht

  20. 20 jochmet 01. April 2007 um 7:33 Uhr

    gelöscht

  21. 21 Georg 02. April 2007 um 18:12 Uhr

    1. Gesetzt den Fall, homosexuelle Erfahrungen seien leichter zu erreichen als heterosexuelle, was hat das mit „Zwangshomosexualität“ zu tun? Masturbation ist
    auch einfacher zu haben als Koitus mit einer anderen Person. Seid ihr deshalb alle Zwangsmasturbateure?

    2. Hingegen bezieht sich der von Adrienne Rich geprägte Begriff der „Zwangsheterosexualität“ darauf, dass Frauen und Männer ganz real zur Ehe gezwungen werde
    n.

    Das ist mit Verlaub absoluter Blödsinn: Nur weil ein Begriff von irgendwemm geprägt oder erfunden wurde heißt das nicht, dass man diesen im Sinne des Verfassers verwenden muss. Zwangsheterosexualität meint für mich die gesellschaftliche Normierung auf eine bestimmte Sexualität, also das Konglomerat von gesellschaftlichen Einflüssen, die das Individuum in eine bestimmte Sexualität pressen und das hat nichts (mehr) damit zu tun, dass Menschen zur Ehe formal gezwungen werden.

  22. 22 perry 02. April 2007 um 18:23 Uhr

    Das ist mit Verlaub absoluter Blödsinn: Nur weil ein Begriff von irgendwem geprägt oder erfunden wurde heißt das nicht, dass man diesen im Sinne des Verfassers verwenden muss.

    Natürlich kann man jeden Begriff enteignen und umprägen. Fragt sich nur, wie sinnvoll das ist. Der Witz bei Kunstreich ist natürlich, dass er den Begriff der Zwangsheterosexualität durch den der „Zwangshomosexualität“ ersetzt hat und die Angriffsrichtung damit quasi umkehrt. Er ist allerdings nicht der erste, der auf diesen Gedanken kommt. Der evangelikale Fernsehprediger Jerry Falwell war da eindeutig schneller!

  23. 23 perry 02. April 2007 um 18:36 Uhr

    Zwangsheterosexualität meint für mich die gesellschaftliche Normierung auf eine bestimmte Sexualität, also das Konglomerat von gesellschaftlichen Einflüssen, die das Individuum in eine bestimmte Sexualität pressen und das hat nichts (mehr) damit zu tun, dass Menschen zur Ehe formal gezwungen werden.

    Nein, das meint der Begriff sehr wohl auch. Adrienne Rich, die ihn allererst geprägt und in die feministische Debatte eingebracht hat, versteht darunter „the covert socializations and the overt forces which have channelled women into marriage and heterosexual romance“. Als Beispiele nennt sie:

    The chastity belt; child marriage; erasure of lesbian existence (except as exotic and perverse) in art, literature, film; idealization of heterosexual romance and marriage — these are some fairly obvious forms of compulsion, the first two exemplifying physical force, the second two control of consciousnous. While clitoridectomy has been assailed by feminists as a form of woman-torture, Kathleen Barry first pointed out that it is not simply a way of turning the young girl into a ‚marriageable‘ woman through brutal surgery: it intends that women in the intimate proximity of polygynous marriage will not form sexual relationships with each other; that — from a male, genital-fetishist perspective — female erotic connections, even in a sex-segregated situation, will be literally excised.

    Ich finde es ziemlich dreist zu behaupten, dass der Begriff dies nicht bedeute, nur weil du für dich in Anspruch nimmst, Begriffe nach Belieben umzuprägen!

  24. 24 perry 02. April 2007 um 18:52 Uhr

    In dieser Hinsicht ja, aber diese ist von Kunstreich offensichtlich nicht gemeint.

    Natürlich meint Kunstreich das nicht. Sonst würde er ja auch von Zwangsheterosexualität und nicht von „Zwangshomosexualität“ sprechen!

    Ich glaube, du hast einfach nicht erfasst, was Kunstreich mit Zwangshomosexualität meint, dass Homosexualität in allen islamischen Ländern verfolgt wird und somit natürlich auch als Abweichung gesehen wird sagt Kunstreich doch genauso.

    Erklär mir doch bitte, inwiefern die Verfolgung von Homosexualität als Ausdruck von „Zwangshomosexualität“ gelesen werden kann! Ist das die Art, wie die Mullahs die armen Menschen zu scheußlichen Homosexuellen machen?

  25. 25 Georg 02. April 2007 um 18:56 Uhr

    [quote comment=“4479″]Das zeigt, was für ein Schwachsinn es ist, von „Zwangshomosexualität“ in islamischen Ländern zu reden[/quote]

    wenn du realisieren würdest, dass der Begriff der Zwangsheterosexualität in linksradikalen Kreisen anders benutzt wird als von dir, so könntest du auch die Benutzung des Begriffes Zwangshomosexualität an dieser Stelle nachvollziehen.

    [quote comment=“4479″](die ja auch für das orthodox-jüdische Milieu charakteristisch ist)[/quote]
    Du fährst einen ziemlichen Film, oder?!

    [quote comment=“4479″]3. Ebenso merkwürdig erscheint es, wenn du schreibst, dass homosexuelle Kontakte „umso erbitterter“ verdammt würden, als sie leichter zu realisieren seien. Wo ist der Zusammenhang? Historisch gibt es diesen Zusammenhang nicht. Die Verdammung von Analverkehr, und in neuerer Zeit: von „Homosexualität“, entstammt eigenen Quellen und hat nichts mit der Fazilität solcher Kontakte zu tun. In vielen islamischen Rechtsschulen gilt Analverkehr zwischen Männern beispielsweise
    als eine Unterform von außerehelichem Geschlechtsverkehr, ist mithin aus denselben Gründen strafbar, aus denen auch der Vaginalverkehr mit einer fremden Frau strafbar ist.[/quote]

    Wo du das hernimmst weiß ich nicht, aber dass Homosexualität in vielen islamischen Ländern nach der Scharia mit dem Tode bestraft wird unabhängig davon, ob die Menschen in einer Ehe leben sollte schon bekannt sein.

  26. 26 Georg 02. April 2007 um 19:15 Uhr
  27. 27 perry 02. April 2007 um 19:16 Uhr

    [quote comment=“4499″]wenn du realisieren würdest, dass der Begriff der Zwangsheterosexualität in linksradikalen Kreisen anders benutzt wird als von dir, so könntest du auch die Benutzung des Begriffes Zwangshomosexualität an dieser Stelle nachvollziehen.[/quote]
    Es ist mir neu, dass der Begriff der Zwangsheterosexualität in linksradikalen Kreisen Verwendung fände. Die BAHAMAS hat ihn jedenfalls noch nie benutzt (siehe Google!). Kein Wunder, die befindet sich ja auch noch auf der Stufe von Wilhelm Reichs „Homosexualität ist die Kultur des Autoritären“ usw. Wenn überhaupt wurde dieser Begriff in der linksautonom-feministischen Szene gebraucht. Und dort orientiert er sich selbstverständlich an Adrienne Rich und niemand anderem.

    [quote]Du fährst einen ziemlichen Film, oder?![/quote]
    Weil ich sage, dass Geschlechtertrennung auch im orthodoxen Judentum praktiziert wird? Mmh, wieso ist dieser Hinweis auf einmal so beunruhigend für dich? Komisch, wa? Denk mal drüber nach!

    [quote comment=“4479″]Wo du das hernimmst weiß ich nicht, aber dass Homosexualität in vielen islamischen Ländern nach der Scharia mit dem Tode bestraft wird unabhängig davon, ob die Menschen in einer Ehe leben sollte schon bekannt sein.[/quote]

    Wo ich das hernehme? Erwähnte ich nicht, dass ich meine Diplomarbeit zu dem Thema geschrieben habe? Und ich muss dir von daher leider mitteilen, dass du von der Sache, über die du redest, keinerlei Ahnung hast. Die Aussage, die du gerade getätigt hast, ist grob falsch. Sie stimmt so einfach nicht. Die Mühe, das richtig zu stellen, werd ich mir hier aber nicht machen. Wozu auch? Du bist doch eh nur an Hetze interessiert.

    PS: Rest folgt später.

  28. 28 jochmet 02. April 2007 um 22:41 Uhr

    @perry: Bald hast du deine Diplomarbeit hier gebloggt.
    Wenn das jeder machen würde, dann gute Nacht. ;)

  29. 29 Wendelin 03. April 2007 um 1:51 Uhr

    Hallo Perry!

    Mich erschreckt es – gerade als Mann mittleren Alters ;o) – dass die sexuelle Befreiung furchtbar steckengeblieben ist. Wieviel Genarationen haben sich denn wirklich für die Freiheit des Individuums – was auch eine sexuelle bedeutet – eingesetzt vor Dir?

    Als ich 20 war, hatten es homosexuelle Männer doch schwerer als heute. Und es lag eben bei vielen Heteros Freiheit der anderen zu akzeptieren. Eben um die eigene Freiheit zu gewinnen. Naja … cih erschrecke, wenn ich Deine Worte hier lese. Und ich denke, dass es mit der eigenen …hmmmm … Befreiung nicht weit sein kann, wenn … naja … wie soll ich das sagen?

    Ich bin heterosexuell ---- ich lebe das, wie ich es leben würde, wenn ich homosexuell wäre. Ich halte das eine weder für „normal“, noch das andere für „krank“ … ich lebe was ich will und denke nicht, dass ich davon jemanden überzeugen muss.

    Heutzutage ist es hinterwäldlerisch „Andersartigkeit“ zu propagieren. Es juckt heute überhaupt keine Sau, wenn sie erfährt, dass ich auf „Klingonensex“ ;o) stehe …. Es ist – so meine Ansicht – weder das einzig Wahre, noch würde ich eine Tolerierung von irgendjemanden ausser meiner geliebten Partnerin erwarten …

    Hier den politischen „Hans-Kasper“ zu machen, weil einer kritische Punkte in Formen einer sexuellorientierten Zwangsliberalität sieht, ist für mich seit 1970 gestorben. Ich wundere mich, dass es immer wieder präsentiert wird….

    Für Menschen, vion denen man glaubt sie sind noch hinterwäldlerischer als man selber????

  30. 30 perry 03. April 2007 um 3:50 Uhr

    Äh, abgesehen davon, dass ich an deinem Beitrag jeden Inhalt vermisse (oder vielleicht hab ich ihn einfach nur nicht verstanden?), würde ich gern mal wissen, was du unter Freiheit verstehst. Freiheit wovon? Wenn man das nicht angibt, ist der Begriff völlig inhaltsleer.

  31. 31 Georg 05. April 2007 um 23:31 Uhr

    [quote comment=“4501″][quote comment=“4499″]wenn du realisieren würdest, dass der Begriff der Zwangsheterosexualität in linksradikalen Kreisen anders benutzt wird als von dir, so könntest du auch die Benutzung des Begriffes Zwangshomosexualität an dieser Stelle nachvollziehen.[/quote]
    Es ist mir neu, dass der Begriff der Zwangsheterosexualität in linksradikalen Kreisen Verwendung fände.[/quote]
    Na dann hast du jetzt was gelernt, gratuliere!

    [quote comment=“4501″]
    Die BAHAMAS hat ihn jedenfalls noch nie benutzt (siehe Google!).[/quote]
    Lernen Part II: Die Bahamas würde sich noch in 500 Jahren im Grab wälzen, wenn du sie als linksradikal bezeichnen würdest.

    [quote comment=“4501″]
    Kein Wunder, die befindet sich ja auch noch auf der Stufe von Wilhelm Reichs „Homosexualität ist die Kultur des Autoritären“ usw. Wenn überhaupt wurde dieser Begriff in der linksautonom-feministischen Szene gebraucht. Und dort orientiert er sich selbstverständlich an Adrienne Rich und niemand anderem.[/quote]
    Weißt du, was sie dir sagt, die linksautonome/feministische Szene?!
    Wovon man keine Ahnung hat soll man schweigen. Aber das wurde dir ja schon mal mitgeteilt, ohne sichtbaren Erfolg.

    [quote comment=“4501″]

    Zwangsheterosexualität meint für mich die gesellschaftliche Normierung auf eine bestimmte Sexualität, also das Konglomerat von gesellschaftlichen Einflüssen, die das Individuum in eine bestimmte Sexualität pressen und das hat nichts (mehr) damit zu tun, dass Menschen zur Ehe formal gezwungen werden.

    Nein, das meint der Begriff sehr wohl auch. Adrienne Rich, die ihn allererst geprägt und in die feministische Debatte eingebracht hat, versteht darunter „the covert socializations and the overt forces which have channelled women into marriage and heterosexual romance“. […]
    Ich finde es ziemlich dreist zu behaupten, dass der Begriff dies nicht bedeute, nur weil du für dich in Anspruch nimmst, Begriffe nach Belieben umzuprägen![/quote]
    Lernen Part III: Dieser Begriff wurde schon lange vor dem Text von Rich verwendet, so auch schon in der Frauenbewegung der 1970.

    Das Problem ist nicht, dass ich Begriffe umpräge, sondern dass mein Mitdiskutant irgendwann in einem Uni-Seminar aufgeschnappt hat, dass dieser Begriff irgenwie von Rich eingeführt wurde, seitdem besteht er darauf, dass dieser Begriff nur in einem einzigen Sinne zu benutzen ist. Hattest du eigentlich Theologie im Nebenfach? Dein Umgang mit Sprache, mit Begriffen deutet darauf hin.

    Im Übrigen habe ich kein Problem damit, darunter auch Zwang im herkömmlichen Sinne zu verstehen, was ich nur herausstellen möchte ist, dass realer Zwang in „westlichen“ Ländern nicht mehr wirklich existent ist. Zwangsehe z.B. ist kein Phänomen mehr, was man außerhalb von islamischen Communities noch antrifft.
    Der ganzen Diskussion liegt auch nur das folgende Zitat meines Mitdiskutanten zu Grunde:
    [quote comment=“4479″] Hingegen bezieht sich der von Adrienne Rich geprägte Begriff der „Zwangsheterosexualität“ darauf, dass Frauen und Männer ganz real zur Ehe gezwungen werden. [/quote]
    1)Lies dir einfach nochmal durch, was du von Rich gepostet hast.
    2)Lies dann nochmal durch was du hier behauptet hast.
    3)Lies dir nochmal durch was ich geschrieben habe.

    Lernen Part IV: Stelle folgendes fest: Du hast totalen Blödsinn behauptet, Rich vollkommen falsch interpretiert. Du hast dies dann durch dein eigenes Zitieren von Rich selbst widerlegt. Ich habe mich nur gegen deinen Blödsinn gewendet.
    Was lernen wir: wir hätten uns mehrere Postings sparen können, wenn du lesen könntest, aber das habe ich oben schonmal angemerkt.

    [quote comment=“4479″] [quote]Du fährst einen ziemlichen Film, oder?![/quote]
    Weil ich sage, dass Geschlechtertrennung auch im orthodoxen Judentum praktiziert wird? Mmh, wieso ist dieser Hinweis auf einmal so beunruhigend für dich? Komisch, wa? Denk mal drüber nach![/quote]
    Beunruhigend ist für mich nicht, dass irgendetwas im orthodoxen Judentum praktiziert wird, damit habe ich so wenig zu tun, wie mit dem orthodoxen Christentum.
    Beunruhigend ist für mich, dass es Menschen gibt, die sobald sie den Verdacht des Antideutschismus haben ihren Projektionen freien Lauf lassen.

    [quote comment=“4479″][quote]Wo du das hernimmst weiß ich nicht, aber dass Homosexualität in vielen islamischen Ländern nach der Scharia mit dem Tode bestraft wird unabhängig davon, ob die Menschen in einer Ehe leben sollte schon bekannt sein.[/quote]

    Wo ich das hernehme? Erwähnte ich nicht, dass ich meine Diplomarbeit zu dem Thema geschrieben habe? Und ich muss dir von daher leider mitteilen, dass du von der Sache, über die du redest, keinerlei Ahnung hast. Die Aussage, die du gerade getätigt hast, ist grob falsch. Sie stimmt so einfach nicht. Die Mühe, das richtig zu stellen, werd ich mir hier aber nicht machen. Wozu auch? Du bist doch eh nur an Hetze interessiert.
    [/quote]
    Deshalb mach ich mir hier auch die Mühe einem funktionalen Analphabeten ein paar Dinge zu erklären?

    Du kannst ja mal unter Stichworten wie amnesty, homosexualität und Todesstrafe googlen. Vieleicht noch ein Land wie Saudi Arabien, Sudan, Iran, Jemen,… hinzufügen.

  32. 32 perry 06. April 2007 um 13:12 Uhr

    Lernen Part III: Dieser Begriff wurde schon lange vor dem Text von Rich verwendet, so auch schon in der Frauenbewegung der 1970.

    *lol* So ein absoluter Unsinn! Adrienne Rich ist eine Vertreterin der 70er-Jahre-Frauenbewegung. Und sie ist diejenige, die diesen Begriff eingeführt hat.

  33. 33 perry 06. April 2007 um 13:18 Uhr

    [quote]Der ganzen Diskussion liegt auch nur das folgende Zitat meines Mitdiskutanten zu Grunde:
    [quote comment=“4479″] Hingegen bezieht sich der von Adrienne Rich geprägte Begriff der „Zwangsheterosexualität“ darauf, dass Frauen und Männer ganz real zur Ehe gezwungen werden. [/quote][/quote]
    Jetzt reicht’s mal langsam wirklich, mein Freund! Das Zitat geht natürlich weiter:

    [quote]Außerdem bezieht sich der Begriff auf den für die Moderne charakteristischen Umstand, dass wer seine Zärtlichkeit nicht auf das andere, sondern auf das eigene Geschlecht richtet, damit rechnen muss, als “anormal” abgestempelt zu werden.[/quote]

    Wenn du in der Lage wärst, meine Sachen zu lesen, hättest du dir diesen sinnlosen Diskussionsbeitrag komplett sparen können.

  34. 34 Georg 06. April 2007 um 13:21 Uhr

    [quote comment=“4531″]

    Lernen Part III: Dieser Begriff wurde schon lange vor dem Text von Rich verwendet, so auch schon in der Frauenbewegung der 1970.

    *lol* So ein absoluter Unsinn! Adrienne Rich ist eine Vertreterin der 70er-Jahre-Frauenbewegung.[/quote]
    Der Text in dem sie diesen Begriff prägte war „Compulsory Heterosexuality and Lesbian Existence“ von 1980. Wenn dieser Begriff aber auch schon in den ’70ern breite Verwendung fand und auch schon Jahrzehnte früher eingeführt war(auch schon vor ihrer Geburt), wenn auch mit einem anderen touch, so kann sie diesen Begriff nicht eingeführt haben. Sie kann ihn, was unbestritten ist höchstens geprägt haben. Aber das ist auch überhaupt nicht das Problem, da wie oben herausgearbeitet wurde ich wenig Probleme mit der Prägung des Begriffes durch Rich habe, das Problem war nur, dass du anscheinend überhaupt nicht verstanden hast(hattest) wie dieser Begriff von Rich gemeint war.

    Mehr gibt es dazu eigentlich nicht zu sagen.

  35. 35 perry 06. April 2007 um 13:25 Uhr

    [quote comment=“4525″]Du kannst ja mal unter Stichworten wie amnesty, homosexualität und Todesstrafe googlen. Vieleicht noch ein Land wie Saudi Arabien, Sudan, Iran, Jemen,… hinzufügen.[/quote]

    Erzähl mir doch nichts vom Pferd, ey! Du weißt ja noch nicht mal, dass die Schari‘a sich nach mindestens fünf Rechtsschulen aufgliedert, geschweige denn dass du dich mit der Rechtssituation und Rechtspraxis in diesen Ländern beschäftigt hättest. Ich hab allein zu diesem Aspekt mindestens 30 Seiten verfasst. Echt unglaublich, dass jemand wie du, der keinen blassen Dunst hat, mich hier über irgendwas belehren möchte!

  36. 36 perry 06. April 2007 um 13:33 Uhr

    Georg, deine Rechthaberei bei Dingen, von denen du keine Ahnung hast, ist echt nicht mehr auszuhalten! Die Urheberschaft Adrienne Richs für diesen Begriff ist fast überall kenntlich gemacht. Google nur mal nach dem Begriff „compulsory heterosexuality“. Du findest dort überall die klare Ansage:

    Poet Adrienne Rich introduced the concept of compulsory heterosexuality in her writings, most notably in her 1980 essay „Compulsory Heterosexuality and Lesbian Existence.“

    Vor Adrienne Rich hat dieser Begriff nicht existiert, und wenn du meinst, dass ich unrecht hätte, dann liefer mir doch nur einen Beleg für deine Behauptung!

  37. 37 Georg 06. April 2007 um 13:41 Uhr

    [quote comment=“4532″][quote]Der ganzen Diskussion liegt auch nur das folgende Zitat meines Mitdiskutanten zu Grunde:
    [quote comment=“4479″] Hingegen bezieht sich der von Adrienne Rich geprägte Begriff der „Zwangsheterosexualität“ darauf, dass Frauen und Männer ganz real zur Ehe gezwungen werden. [/quote][/quote]
    Jetzt reicht’s mal langsam wirklich, mein Freund![/quote]
    Nimm´s mir nicht übel, aber Freunde werden wir wohl nicht mehr, zumindest nicht in diesem Leben.

    [quote comment=“4532″]
    Das Zitat geht natürlich weiter:

    [quote]Außerdem bezieht sich der Begriff auf den für die Moderne charakteristischen Umstand, dass wer seine Zärtlichkeit nicht auf das andere, sondern auf das eigene Geschlecht richtet, damit rechnen muss, als “anormal” abgestempelt zu werden.[/quote]

    Wenn du in der Lage wärst, meine Sachen zu lesen, hättest du dir diesen sinnlosen Diskussionsbeitrag komplett sparen können.[/quote]
    Ich habe jetzt in zig Beiträgen herausgearbeitet, warum deine Benutzung des Begriffes so problematisch ist, warum es peinlich ist ausgehend von deiner Interpretation des Begriffes Kunstreich Homophobie vorzuwerfen. Ich habe nicht die Zeit und schon gar nicht die Lust gegen jede Aufklärungsresistenz anzuschreiben.
    Du springst sowohl mit der Beziehung des Begriffes auf tatsächlichen Zwang wie auch auf die „Abstempelung als anormal“ meilenweit zu kurz.

    Sorry, aber ich habe noch ein Leben jenseits von blogs und sinnfreien Inet-Diskussionen, weshalb ich in diese Diskussion nur noch interveniere, wenn es denn zu schlecht wird.

  38. 38 perry 06. April 2007 um 14:03 Uhr

    PS: Die Unterschiede zwischen den verschiedenen islamischen Rechtsschulen sind so gewaltig, dass es nicht möglich ist, sie als Einheit zu behandeln. Im Osmanischen Reich, wo die hanafitische Rechtsschule angewandt wurde (der ungefähr die Hälfte aller Sunniten anhängen), „drohte“ für Analverkehr zwischen Männern und zwischen Mann und Frau eine Geldstrafe und in manchen Fällen eine Auspeitschung mit maximal 39 Hieben, einem weniger als für Weintrinken. Es sind mir allerdings keine Fälle bekannt, in denen diese Strafe auch tatsächlich angewandt worden wäre. Das liegt daran, dass der Beweis für Analverkehr im Normalfall nur durch ein freiwilliges Geständnis zu erbringen ist und dass ein solches Geständnis, genau wie die Beschuldigung anderer, moralisch entmutigt wird. Ähnliches gilt für die Steinigungsstrafe bei Ehebruch. Es ist aus den Rechtsakten des Osmanischen Reichs nur ein einziger Fall aus dem 18. Jahrhundert bekannt, in dem eine Person tatsächlich gesteinigt wurde. Du behauptest außerdem, dass bei Analverkehr zwischen Männern nicht zwischen Verheirateten und Junggesellen unterschieden würde, wie das z.B. bei vor- und außerehelichem Vaginalverkehr der Fall ist. Das ist so nicht richtig. Lediglich zwei Rechtsschulen, die Malikiten und die Dschafariten, treffen diese Unterscheidung zwischen muhsan und ghair muhsan nicht. Bei den Hanbaliten ist es eine Minderheitenposition. Du erwähnst den Sudan, aber im Sudan gibt es keinen Fall einer Hinrichtung wegen mann-männlichem Analverkehr. Ebensowenig ist mir ein solcher aus Jemen bekannt. Auch in Saudiarabien ist es keineswegs klar, ob jemals ein Todesurteil allein wegen Analverkehr gefällt wurde. Es ist dort jedenfalls noch nie ein Mensch dafür gesteinigt worden — was die von den Hanbaliten vorgeschriebene Strafe wäre. Bleiben also Afghanistan und Iran. In beiden Ländern ist genau zu untersuchen, was da eigentlich passiert (ist), aber davon hast du nicht den blassesten Schimmer, weil du dich noch immer auf dem Niveau jenes Gerüchts bewegst, die Schari‘a schreibe für „Homosexualität“ (sic!) die Todesstrafe vor! Was verstehst du hier überhaupt unter Homosexualität? Glaubst du allen Ernstes, dass jemand, allein weil er schwul ist, hingerichtet würde? Was für ein Nonsense!

  39. 39 Georg 06. April 2007 um 14:17 Uhr

    [quote comment=“4535″]Georg, deine Rechthaberei bei Dingen, von denen du keine Ahnung hast, ist echt nicht mehr auszuhalten! Die Urheberschaft Adrienne Richs für diesen Begriff ist fast überall kenntlich gemacht. Google nur mal nach dem Begriff „compulsory heterosexuality“. Du findest dort überall die klare Ansage:

    Poet Adrienne Rich introduced the concept of compulsory heterosexuality in her writings, most notably in her 1980 essay „Compulsory Heterosexuality and Lesbian Existence.“

    Vor Adrienne Rich hat dieser Begriff nicht existiert, und wenn du meinst, dass ich unrecht hätte, dann liefer mir doch nur einen Beleg für deine Behauptung![/quote]
    „Die herrschende Heterosexualität ist eine
    kulturell erzwungene, eine Zwangsheterosexualität.“ aus „Der ‚kleine Unterschied‘ und seine großen Folgen.“ Schwarzer,1975

    Auch taucht der Begriff in „The Traffic in Women: Notes on the ‚Political Economy‘ of Sex“ von Rubin aus dem selben Jahr auf.

    [quote comment=“4534″]
    Erzähl mir doch nichts vom Pferd, ey! Du weißt ja noch nicht mal, dass die Schari‘a sich nach mindestens fünf Rechtsschulen aufgliedert, geschweige denn dass du dich mit der Rechtssituation und Rechtspraxis in diesen Ländern beschäftigt hättest. Ich hab allein zu diesem Aspekt mindestens 30 Seiten verfasst. Echt unglaublich, dass jemand wie du, der keinen blassen Dunst hat, mich hier über irgendwas belehren möchte![/quote] Ich wußte wirklich nicht, dass sich die Scharia nach mindestens fünf Rechtsschulen aufgliedert, je nach Richtung sind es nämlich mal nur vier, mal noch weniger und wenn man alle Richtungen zusammen nimmt auch mehr als fünf, also kann so eine Aussage überhaupt nicht getätigt werden. Aber dein Vorgehen folgt dem alten Muster, anstatt irgendwie auf das Argument einzugehen, bringst du einen Verweis wie viele Seiten du zu irgendwas verfasst hast. Schwanzvergleich statt Argumente. Peinlich.
    Dass aber das Verfassen von vielen Seiten kein Kriterium dafür ist, dass jemand auch irgendwas verstanden hat, zeigen dein Geschreibsel in diesem Blog zur Genüge.

    [quote comment=“4537″]Auch in Saudiarabien ist es keineswegs klar, ob jemals ein Todesurteil allein wegen Analverkehr gefällt wurde. Es ist dort jedenfalls noch nie ein Mensch dafür gesteinigt worden — was die von den Hanbaliten vorgeschriebene Strafe dafür wäre. [/quote]
    Och, ob er jetzt enthauptet oder gesteinigt wurde, dürfte ihm relativ egal sein. Dein ethnologischer Relativismus ist echt widerlich!

  40. 40 perry 06. April 2007 um 14:17 Uhr

    Mubarak Dahir über Saudiarabien:

    I was able to do in-depth interviews with five gay men—three in Riyadh, the largest city and the seat of government, and two in Jeddah, the country’s most progressive city. I found these men worrying more about how to meet others for sex and companionship, how to date and keep their sexual orientation secret, whether they would be forced by their families to marry, and what to wear to show off their bodies. Getting beheaded was just about the last thing on anyone’s mind.

    […]

    I brought up the executions that had taken place earlier in the year, and asked point-blank if they feared dying should they be found out. None of the men seemed to know anything more about the executions than the rest of the world does. But they all scoffed at the notion that simply being discovered to be gay would lead to the death penalty.

    […]

    There are real dangers if the police discover men cruising or having sex, he admits, but the threat is not getting your head chopped off. „They might threaten to expose you to your family if you don’t pay them money, or they might [sexually] abuse you,“ says Salim. If you are arrested for gay conduct, the typical reaction, says Salim, is to be sent to a hospital for the equivalent of so-called „reparative therapy,“ that tries to make gays straight.

    People are beheaded for murder, rape and drug smuggling, he insists. Not for being gay.

  41. 41 perry 06. April 2007 um 14:29 Uhr

    [quote comment=“4538″]Ich wußte wirklich nicht, dass sich die Scharia nach mindestens fünf Rechtsschulen aufgliedert, je nach Richtung sind es nämlich mal nur vier, mal noch weniger und wenn man alle Richtungen zusammen nimmt auch mehr als fünf, also kann so eine Aussage überhaupt nicht getätigt werden.[/quote]
    *lol*, du bist so ein Vollhonk. Es gibt vier anerkannte sunnitische Rechtsschulen: Hanafiten, Schafiiten, Malikiten und Hanbaliten, sowie eine fünfte, von der Al-Azhar-Universität ebenfalls anerkannte: die der Zwölfer-Schiiten oder Dschafariten. Darüber hinaus gibt es noch zwei kleinere Rechtsschulen, die Zaiditen (Fünfer-Schiiten), denen etwa Ibn Hazm angehörte, und die Zahiriten, die aber als ausgestorben gelten können. Die Zaiditen z.B. sahen für Analverkehr zwischen Männern eine Höchststrafe von 10 Hieben vor.

    Wo ist das Problem? Dass du dich nicht auskennst?

  42. 42 perry 06. April 2007 um 14:34 Uhr

    [quote comment=“4538″]Dein ethnologischer Relativismus ist echt widerlich![/quote]
    Wo hab ich irgendwas relativiert, du blöder Vollhonk!?

  43. 43 perry 06. April 2007 um 15:17 Uhr

    [quote comment=“4536″]Ich habe jetzt in zig Beiträgen herausgearbeitet, warum deine Benutzung des Begriffes so problematisch ist[/quote]

    Du hast überhaupt nichts herausgearbeitet. Ich hab dir an Adrienne Rich gezeigt, dass der Begriff der Zwansheterosexualität sich sowohl auf vormoderne (etwa Zwang zur Eheschließung) als auch auf moderne Formen (Homophobie als Ergebnis der Produktion „anormaler“ Subjekte) bezieht, in denen heteronormative Verhältnisse verfasst sind oder sein können. Dies, um zu demonstrieren, dass natürlich auch islamische Länder zwangsheterosexuell und nicht etwa „zwangshomosexuell“ strukturiert sind, sowohl was das Fortdauern vormoderner Praktiken (Ehezwang) als auch die Übernahme moderner, aus dem Westen importierter Techniken angeht, etwa wenn gleichgeschlechtliche Liebe als Ausdruck einer anormalen Persönlichkeit konstruiert wird. Darüber hinaus zeigte ich, welche Auswirkungen diese heteronormativen Praktiken in westlichen Gesellschaften haben — sichtbar an der zunehmend Verknappung von Verhaltensweisen, die als Ausdruck einer devianten Subjektivität markiert wurden.

    Du hast demgegenüber gar nichts Substanzielles geliefert. Du hast immer nur irgendwelche Falschbehauptungen aufgestellt. Der einzige Punkt, den du bewiesen hast, war, dass sich der Begriff „Zwangsheterosexualität“ schon 1975 verstreut nachweisen lässt. Und was hast du damit eigentlich gezeigt? Gar nichts!

    [quote]Ich habe nicht die Zeit und schon gar nicht die Lust gegen jede Aufklärungsresistenz anzuschreiben.[/quote]
    Die Unterstellung von Aufklärungsresistenz ist eine der ideologischen Standardprozeduren, mit denen Antideutsche sich in einer Diskussion selbst den Sieg zusprechen, auch wenn sie ihren Gesprächspartner nicht im Mindesten überzeugen konnten. Tatsache ist, dass du überhaupt nichts Inhaltliches gesagt hast. Weder konntest du die Verwendung eines Begriffes wie „Zwangshomosexualität“ plausibilisieren, noch hast du die Herleitung von Kunstreichs Thesen aus den homophoben Schriften Wilhelm Reichs erschüttern können. Und nebenbei hast du auch noch deine komplette Unwissenheit hinsichtlich der Schari‘a entblößt. Aber natürlich: du willst mich über irgendwas aufklären!

  44. 44 Georg 06. April 2007 um 19:06 Uhr

    [quote comment=“4541″]Vollhonk,…,du blöder Vollhonk,…[/quote]

    Ooooooooooh, ist da jemand beleidigt? Ich bin amüsiert und da alles gesagt ist, was zu dir zu sagen wäre, wünsch dir noch ein angenehmes web-2.0 Dasein.
    Damit das Dasein wirklich angenehm wird, gebe ich dir noch ein Zitat eines zeitgenössischen Philosophen mit auf den Weg:
    „Wenn man keine Ahnung hat: Einfach mal Fresse halten.“

  45. 45 perry 07. April 2007 um 1:25 Uhr

    Den Spruch solltest du dir besser selber mit auf den Weg geben.

  46. 46 caliban 28. April 2007 um 15:36 Uhr

    *gähn*
    Laaaaaaaaaaangweilig!

    Meinereiner:
    schwul
    student
    gender studies interessiert
    viel belesen, was die Thematik angeht

    Aber meinereiner findet das hier gerade unglaublich öde.

    Ihr streitet Euch, wer das Ei gelegt hat. Der Hahn oder die Henne. Das scheint wichtiger zu sein, als das der Hahn (der schwule Gockel?!) daneben gerade abgeschlachtet wird.

    Für mich total am Thema vorbei.

    Sollte ich jetzt auch besser mal die Fresse halten? Weil meine Magister-Arbeit sich nicht um Horkheimer, Adorno und Frankfurt dreht? (Wobei ich Adorno durchaus zitieren musste…)

  1. 1 Wochenends-Hetze | f*cking queers Pingback am 30. März 2007 um 0:45 Uhr
Die Kommentarfunktion wurde für diesen Beitrag deaktiviert.