Archiv für Juni 2006

schnippselei

a.) deutschland müszte auch verschwinden. das sind doch alles nazis. oder söhne von nazis.
björn peng via torsun

b.) taschenbillard für fortgeschrittene
hier via germanophobia. an dieser stelle sei vielleicht noch erwähnt: ich bin für die fortsetzung der „gesichter des grauens“ reihe.

c.) studierendenkategorien:

PONK: Philosoph Ohne Nennenswerte Kenntnisse
JULI: Jung Und Leidlich Intelligent
PLÜNZ: Philosoph mit Leicht Überdurchschnittlicher Note im Zeugnis
PÜK: Philosoph Überragender Kompetenz
PLIEN (SDI): Primärtexte Lese Ich Eigentlich Nie (Sekundärliteratur Dafür Immer)
SPACK(E): Super-Philosoph Aus Christlichem Kontext (Evangelisch)
SPACK(OMAT): Super-Philosoph Aus Christlichem Kontext (Obendrein Marxistisch Angehauchter Theoretiker)
WASTL: Waldorfschüler, Aber Sonst Total Liebenswert

via mawa

da bin ich wohl – ifulsuv: im freibad und lesen statt uni vorlesung

d.) eyecandy to the max – xgl auf linux. live cd gibts hier: kororaa. warum man sich das antun sollte? demofilm -> rechtsklick „save as“ anleitung für gentoo – hier. ich persönlich warte jedoch noch, bis xgl offiziell im portage ist – secure is secure.

I‘d say that there’s
great interest in adding XGL to Portage. Too bad that doesn‘t make a maintainer
appear out of thin air, although I recently added a notice to the wiki page
saying that we need a maintainer. Suffice it to say that whoever volunteers
will probably be the most beloved Gentoo maintainer in a long time.

bug 135329

aber wenn der maintainer sich gefunden hat – in your face apfelmännchen!

nürnberg 11.6.

es sei an dieser stelle nochmals auf das fuszball spiel am 11.6. in nürnberg erinnert. achmeniirgendwas kommt zwar nicht, aber sein stellvertreter.

Keine Gastfreundschaft für Volksverhetzer!
Solidarität mit Israel – gegen Ahmadinedjad und seine deutschen Neonazi-Freunde

Trotz internationaler Proteste wurde die iranische Mannschaft zur Fußballweltmeisterschaft 2006 zugelassen, weil der Weltfußballverband FIFA hier die Politik aus dem Spiel lassen wollte. Spätestens, als bekannt wurde, dass der Staatspräsident der Islamischen Republik Iran, Mahmud Ahmadinedjad, möglicherweise zu den Spielen seiner Mannschaft anreisen wollte, erwiesen sich die Verlautbarungen der FIFA als hohle Phrasen.

Der Sport war noch nie frei von Politik. Weltmeisterschaften und Olympische Spiele dienten wie 1936 in Nazi-Deutschland immer auch als politische Bühne. Statt aber Ahmadinedjad die rote Karte zu zeigen, verkündete Bundesinnenminister Schäuble: „Wir sollten gute Gastgeber sein.“ Die Unterzeichner dieses Aufrufs fordern im Gegensatz dazu einen Platzverweis:

· Keine Gastfreundschaft und keine Eintrittskarte für einen Volksverhetzer, der wiederholt den Holocaust geleugnet hat, Israel von der Landkarte tilgen will, zur Judenvernichtung aufruft, Terror finanziert, am Aufbau atomarer Bedrohung arbeitet und die gesamte zivilisierte westliche Welt bedroht und verhöhnt.

· Keine Gastfreundschaft für einen Mann, der zusammen mit dem Mullah-Regime verantwortlich ist für Menschenrechtsverletzungen, Gewalt, Unterdrückung und die Armut der Bevölkerung im Iran.

· Wir sind solidarisch mit den Iranerinnen und Iranern, die unter dem Regime leiden oder ins Exil flüchten mussten.

· Wir fordern ein Einreiseverbot für Ahmadinedjad und ein Strafverfahren gegen ihn wegen Volksverhetzung und Leugnung nationalsozialistischer Verbrechen.

· Wir fordern, dass die von Neonazis geplanten Solidaritätskundgebungen für Ahmadinedjad und sein Regime unterbunden werden.

Deutschland sollte im Iran und anderen Ländern des Nahen Ostens die demokratische Opposition unterstützen und auf einen Wandel in diesen Ländern hinwirken. Weniger bemüht sein sollte Deutschland hingegen dabei, als guter Gastgeber für jemanden zu fungieren, der offen zum Mord an Juden aufruft, und stattdessen dafür sorgen, dass Ahmadinedjad hier keine Plattform erhält und international sanktioniert und in die Schranken gewiesen wird.

Das forderte bereits Anfang dieses Jahres der vor kurzem verstorbene Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Paul Spiegel s. A., als er zu Demonstrationen gegen die israelfeindlichen Hetztiraden des iranischen Präsidenten aufrief. Diesem Aufruf wollen wir nun unter dem Motto „NIE WIEDER! NEVER AGAIN!“ nachkommen, indem wir ein deutliches Zeichen setzen und massenhaft zeigen, dass dieser Hassprediger nicht nur nicht willkommen ist, sondern dass ihm und seinen Konsorten Einhalt geboten werden muss.

Am 11. Juni um 15:00 Uhr finden am Jacobsplatz (Innenstadt) in Nürnberg

der aufruf von honestly concerned

man kann aber auch schon vorher in die city gehen, iirc machen iranische exilanten schon vorher ne kundgebung um 11. und wer wollte noch nicht mit dr. günther beckstein

zusammen auf demo sein!?

welcome to absurdistan

eine gegend der weltkarte, auf die der blick seltener fällt (im gegensatz zu mauritius, den seychellen oder mallorca) ist zentralasien. dort gibt es den kleinen aber feinen staat turkmenistan. ähnlich wie nordkorea zählt turkmenistan zu den „witzigeren“ staaten der weltgeschichte – solange man nicht dort leben musz:

hervorgegangen aus der konkursmasze der udssr, ist es seid 1991 eigenständig. der präsident auf lebenszeit, nijasow, läszt sich ganz bescheiden als türkmenbaşy, als „vater aller turkmenen“ bezeichnen, vor diesem heiligen amt war er vorsitzender der kp, also auch ein heilger. insgesamt ein weiteres beispiel für das

„Weltbild eines postmarxistischen, durch die Marxsche Kritik der politischen Ökonomie gestählten, d.h. von allen Skrupeln befreiten Kapitalismus [..]. Es ist das Weltbild eines Marxismus, von dem die Intention, einen Verein freier Menschen zu gründen, abgezogen worden ist, durch welche Subtraktion dann Marxens Kritik der Ausbeutung sich ebenso in eine Lehrbuch für ‚Ausbeutung mit System‘ verwandelt.“ (Pohrt, Brothers in Crime, S.83)

diese „ausbeutung mit system“ trägt in diesem fall noch die züge eines – der „vater aller turkmenen“ läszt es ahnen – wahnwitzigen personenrummels. daher ist es auch nur folgerichtig, dasz die monate nach ihm und seiner familie umbenannt wurde. ihm zu ehren heiszt auch ein meteor – was sagen unsere freunde von der nasa dazu? über die obligatorischen standbilder musz man glaub ich auch nicht reden, auszer dasz nijasow sich zumeist mit frau mama in granit abbilden läszt. kommen wir aber zu dem, was diesen mann

der präsident (er hier)

wirklich auszeichnet: eine vorliebe für – sagen wir mal gelinde – total bescheuerte gesetze.

- als nijasow das rauchen nach einer herz-op aufhören muszte hat er ein totales rauchverbot in der öffentlichkeit verhängt.

- zur aufbeszerung der rentenkasze liesz er nicht nur die auszahlung der renten stoppen, sondern zwang rentner noch zur rückzahlung erhaltener renten.

- eins der hobbys nijasows besteht in „geschichte“. daher ist es auch logisch, dasz ein solch bedeutender mann die geschichte turkmenistans neu niedergeschrieben hat. eins dieser bücher ist die „ruknama“, über das man sogar bei der führerscheinprüfung gefragt wird. „Diese Prüfung in der Rukhnama ist nötig, damit die Autofahrer gut ausgebildet sind in den moralischen Prinzipien der Turkmenischen Gesellschaft.“ (amtliche stellungnahme) ein beliebter trick westlicher firmen besteht darin, statt die üblichen schmiergelder zu zahlen, die ruknama in weitere westliche sprachen übersetzen zu laszen.

- nijasow verkündete, ihm gefalle die goldüberzogenen kronen nicht. daraufhin durften studentInnen erst wieder studieren als sie weisze kronen hatten.

- mein highlight ist aber diese treppe:

die wohl längste treppe der welt (37km)

was es damit auf sich hat? diese treppe ist a.) beleuchtet b.) 37km lang c.) quer durch die wüste. und einmal im jahr werden alle minister zur gesundheitlichen erbauung über diese stufen gejagt und nijasow fliegt mit dem hubschrauber zur morgenpredigt an.

weitere informationen
wikipedia
dictator of the month january 2005
die rukhnama auf englisch

musik des tages

the number twelve looks like you – put on your rosy red glasses