Archiv für April 2006

deutsche als opfer

wir entsinnen uns, es sind nicht immer nur die deutschen die täter wären, sondern vielmehr sind sie die opfer, denn:

„Es werden auch blonde blauäugige Menschen Opfer von Gewalttaten, zum Teil sogar von Tätern, die möglicherweise nicht die deutsche Staatsangehörigkeit haben. Das ist auch nicht besser.“

und siehe da, der mann hat recht gehabt. was war vorgefallen? laut lokalinfos gab es eine maszenschlägerei unter jugendlichen am stadtrand.

Passiert ist dies alles in der Nacht von Freitag auf Samstag. Das Ergebnis des Überfalls, der etwa 10 Minuten dauerte, dann traf die Polizei ein, mindest drei Verletzte, die in Kliniken behandelt wurden, mehrere Schürfwunden und blaue Flecken. Die Angreifer hätten mit Baseballschlägern, Fäusten und Tritten die Gruppe attackiert. Gründe? Der Jugendliche, der dem FT über die Nacht berichtete, kann sich keine vorstellen. Die Feiernden waren eine recht gemischte Gruppe, Punks, Mettler[SIC!], Rocker, ziemlich verschiedene Richtungen haben zusammen gefeiert. Die Angreifer seien Russlanddeutsche gewesen, so der mit einer Schürfwunde davon gekommene.

quelle

andere quellen haben mir gestern etwa folgendes – worüber man nichts in der zeitung findet – berichtet, was sich die tage auch noch zugetragen hat. nazis hätten in der altstadt migrantenkids bekaut und darauf hin wären die mit freunden zurück und hätten die situation geklärt.

in der zeitung liest sich das ganze aber wie folgt:

Dieser neue Gewaltakt habe ganz offensichtlich einen anderen Hintergrund als die früheren Übergriffe von Neonazis. Aber Müller verwies darauf, wie die Stadt vor Jahren damit umgegangen sei. Damals habe das Engagement aller, der Demonstrationszug, die „Kalte Schulter“-Kundgebung, die polizeilichen Aktivitäten und die Streetworker-Tätigkeit auch viel gebracht. Es sei gelungen die rechte Gewalt zurückzudrängen.

Jetzt sei Gewalt offensichtlich von jungen Migranten ausgegangen. Das Problem brenne auf den Nägeln, „wir müssen an einen Tisch, Missverständnisse ausräumen“.

quelle

und das geht natürlich garnicht, wenn die kids sich dort gegen die faschos wehren. is klar, ne? hier kann man noch etwas standortbashing herzogenaurach von 2003 lesen. es gab da nämlich schon mal nen vorfall:

Im Juli 2000 wird ein 15-Jähriger Aussiedler von zwei Zwillingsbrüdern aus der rechtsextremen Szene auf der Sommerkirchweih krankenhausreif geschlagen.

diese beschreibung ist etwas verharmlosend, der 15jährige wurde mit nem zünftigen bayrischen maszkrug niedergeschlagen bis dieser kaputt ging und dann noch mit den scherben verletzt. eine gesichtshälfte und ein arm waren zeitweise gelähmt.

jetzt ist erstmal sendepause bis zum 2.ten mai; dann bin ich auch wieder mal in der provinz und kann mich selbst direkt erkundigen, ich bleib am ball.

urgent – in eigener sache

ich hab mir vorhin (heut nachmittag) nen wasserschaden am laptop geholt (stand 2cm im rucksack), will den komplett öffnen, alle schrauben entfernt, jedoch gehts nicht. gewalt halte ich ausnahmsweise für keine gute lösung.

any hints?

wasg – npd – allet dat gleiche!

via usrportage

dachte sich jedenfalls WASG bundesvorstand andreas wagner und wechselt zur sächsischen NPD als sozialpolitischer berater.

bericht der frankfurter rundschau

stellungsnahme der wasg

uepsilon o

mal eine musikalische betrachtung die sich nicht auf das übliche hc geschraddel begrenzt:

In Taktloss‘ Texten, die mit skurrilen, nonsensehaften Vergleichen […], Chiffren […] und Wortspielen […] gespickt sind und assoziativ-collagierend disparate Sinnfragmente miteinander verknüpfen, drückt sich Sinnverlust und Entropieerfahrung der (Post)moderne in einem urbanen und subkulturellen Kontext aus. Indem Taktloss‘ Musik sich des Primitiven, sozial Randständigen (daher: des A-sozialen) und des Trash bedient, semantische, soziale und politische Klischees spielerisch dekonstruiert, indem sie Genre-Konventionen im formalen Experiment subversiv unterläuft […] und einem ironisch-überhöhten, dabei sich selbst genügenden Provokantismus frönt, knüpft sie an ästhetische und diskursive Praktiken des Dadaismus und der Postmoderne an.

taktlo$$ bei wikipedia

nach soviel gequaszel noch kleine beispiele gefällig?

„ich gebe keinen fiack /
wenn du im untergrund rumhängen willst /
dann nur an einem striack“

„wenn du dich zum untergrund zählst /
reicht es nicht nur es zu sagen /
du muszt noch sehr viel graben /
um es zu werden“

„deine musik ist wie die absolute ruhe nichtssagend /
der gipfel deines erfolgs sind plateauschuhe /
du willst hoch hinaus, das gelingt dir nur wenn du high bist“

warum ich das erwähne?

hab mich noch in die diskuszion vom wikipedia artikel verklickt und siehe da: „jules“ hat mitgewirkt. web2.0 ist einfach 2small..

achja: uepsilon o – ich schlage dich ka o

btw: am 11.5. ist takti in nürnberg im hirsch auf konzert.

urlaub.

heute die letzte hausarbeit vom letzten semester abgegeben, jetzt erstmal die semesterferien genieszen. bier und filme. morgen vielleicht noch ne anektdote.